Die Studie gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Merkmale von typischen Kooperationsformen und das Management von Kooperationen darstellt, und in einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse einer Apothekenumfrage zu Anspruch und Zufriedenheit von kooperierenden Apothekern vorgestellt werden.
"Die Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution am Institut für Handelsforschung versucht, in ihren Studien besonders interessante betriebswirtschaftliche Entwicklungen im Rahmen der Arzneimitteldi.....
"Die Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution am Institut für Handelsforschung versucht, in ihren Studien besonders interessante betriebswirtschaftliche Entwicklungen im Rahmen der Arzneimitteldistribution zu thematisieren. Nachdem bereits zwei Studien zum Versandhandel, der seit Inkrafttreten des GMG zulässig ist, veröffentlicht wurden (Band 1 und Band 3) und in Band 2 die Bedeutung des Grünen Rezeptes für den Bereich der Selbstmedikation dargelegt wurde, widmet sich Band 4 der Ausgewählten Studien den Kooperationen im Apothekenmarkt.
Das Phänomen Kooperation stellt innerhalb der Apothekenlandschaft keine komplette Innovation dar. Vielmehr existieren seit geraumer Zeit Möglichkeiten, sich mit anderen Apotheken zusammenzuschließen. Da die neuen gesetzlichen Regelungen aber dazu führen, dass der Gesundheitsmarkt ""neu sortiert"" wird, stehen Kooperationen wieder hoch im Kurs. Die Forschungsstelle für Arzneimitteldistribution hat dies zum Anlass genommen, zum einen einige theoretische Implikationen von Kooperationen aufzuzeigen und darüber hinaus eine empirische Untersuchung durchzuführen, die den aktuellen Stand der Beteiligung von Apotheken in Kooperationen dokumentieren soll.
Die Frage des Eintritts in eine Kooperation gehört zu den strategischen Fragestellungen. Der damit verbundene "Spagat" ist gerade bei Freiberuflern wie Apothekern besonders spannend. Gehen die einen die Kooperation ein, weil sie sich damit ihre wirtschaftliche und rechtliche Selbständigkeit aufrecht zu erhalten hoffen, sehen andere Apotheker in der Kooperation nichts anderes als die Vorstufe zu einer Verschmelzung. Wie auch immer: Kooperationen erfordern ein hohes Maß an Disziplin und Ehrlichkeit, vor allem zu sich selbst. Nur wer teamfähig ist, wird sich auf Dauer in Kooperation wohlfühlen. Die Zeit der "einsamen Entscheidungen""ist mit dem Eintritt in eine Kooperation vorbei. Dies kann Vor- und Nachteile mit sich bringen. Eine generelle Empfehlung zu Kooperationen kann nicht gegeben werden. Nicht jede Apotheke und nicht jeder Apothekenleiter ist dazu geeignet." [Cerrar las informaciones del articulo de mercado]
1. Einleitung 5
2. Begriffliche Grundlagen 7
3. Kriterien zur Beschreibung von Kooperationen und Erscheinungsformen 10
3.1 Kriterien und Determinanten 11
3.2 Ausgewählte Kooperationsformen 16
3.2.1 Verbundgruppen 16
3.2.2 Franchising 19
3.2.3 Joint Venture 22
3.2.4 Strategische Allianz 24
3.3 Management von Kooperationen 26
3.3.1 Planung von Kooperationen 26
3.3.2 Steuerung von Kooperationen 30
3.3.3 Kontrolle von Kooperationen 31
3.4 Zwischenfazit 36
4. Überblick über Kooperationen im Apothekenmarkt 38
5.Ergebnisse der Apotheken-Umfrage 42
5.1 Das empirische Vorgehen und die Struktur der Stichprobe 42
5.1.1 Das Vorgehen in der Untersuchung 42
5.1.2 Die Struktur und Güte der Stichprobe 43
5.1.3 Die Stichprobe unterschieden nach Verbandsregion 46
5.1.4 Die Struktur von Kooperationsmitgliedern und Nicht-Mitgliedern 47
5.2 Die Kooperationssituation 49
5.3 Die Kooperationsanforderungen 52
5.3.1 Die Inanspruchnahme von Leistungen durch die Kooperationsmitglieder 52
5.3.2 Die Zielsetzungen der Kooperationsmitglieder 54
5.3.3 Die Probleme der Kooperationsmitglieder 57
5.3.4 Die Gesamtzufriedenheit mit der Kooperation 58
5.3.5 Exkurs: Apotheken mit ähnlichen Kooperationszielsetzungen 59
5.4 Die Kooperationsverweigerer 61
6.Fazit 63
Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) haben Kooperationsbemühungen im Apothekenmarkt ""neue Nahrung"" erhalten. Begründet wird dies mit den enormen Herausforderungen, denen sich Apothekenleiter im stärker deregulierten Markt gegenübersehen. Die strategische Frage lautet für die Apotheken von daher, ob sie alleine in der Lage sind, die Anforderungen des Marktes zu meistern (autonome Strategie) oder ob eine Integration in eine Kooperation den vermeintlichen Königsweg darstellt (Kooperationsstrategie). Die neuen Herausforderungen durch das GMG äußern sich in fünf zentralen Veränderungen:
Herausnahme weiter Teile des Selbstmedikationssortiments aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen,
Freie Preiskalkulation im Bereich dieses Selbstmedikationssortiments,
Veränderte Bestimmungen im Rahmen der Arzneimittelpreisverordnung für erstattungsfähige Präparate,
Aufhebung des Versandhandelsverbotes,
Partielle Aufhebung des Mehrbesitzverbotes.
Die Organisation in Kooperationen ist auch im Apothekenmarkt nicht neu, hat aber durch die oben beschriebenen Entwicklungen an Bedeutung gewonnen. Kooperationen konnten sich immer dann rasant entwickelt, wenn es galt, Nachteile gegenüber Großbetrieben der gleichen Wirtschaftsstufe und der direktvertreibenden Industrie auszugleichen. Im Handel hat sich bspw. eine Kooperationskultur entwickelt, die den Großbetrieben des Einzelhandels Verbundgruppen oder auch Franchisesysteme gegenüberstellte. Daraus resultiert die Frage, inwieweit Kooperationen eine überlegene Basis für den Unternehmenserfolg darstellen.
Der Ansatz, die Ressourcen mehrerer Einzelunternehmen unternehmensübergreifend durch Kooperationen zu nutzen, um bspw. gegenüber Individualisten Wettbewerbsvorteile zu erzielen, ist kein neues Phänomen. In der Handelsbetriebslehre existiert eine Vielzahl an Ansätzen, von denen einige hier vorgestellt werden und anhand derer versucht wird, Kooperationsentwicklungen im Apothekenbereich darzustellen. Vor dem empirischen Teil, der aufklären soll, in welchem Ausmaß bereits Kooperationen existieren bzw. in welcher Intensität und in welcher Art sich Apotheken Kooperationen angeschlossen haben, wird das Vorgehen bei der Planung und laufenden Handhabung von Kooperationen vorgestellt.
Folgende Fragestellungen stehen dabei im Vordergrund:
Was verbirgt sich hinter dem Begriff der Kooperation?
Welche Merkmale charakterisieren Kooperationen?
Welche Kooperationsformen finden sich, was unterscheidet diese und wie sind bestehende Kooperationsmodelle einzuordnen?
Wie verlaufen die Planung und das Management von Kooperationen?
Wie kann die Vorteilhaftigkeit der Teilnahme an einer Kooperation überprüft werden?
Welche Modelle bieten sich für Apotheken an?
Der erste Teil der vorliegenden Studie widmet sich diesen Fragestellungen auf theoretischer Ebene. Nachdem in Kapitel 2 die begrifflichen Grundlagen geklärt werden, geht Kapitel 3 auf die Kriterien von Kooperationen ein und stellt die verschiedenen Erscheinungsformen dar.
Kapitel 4 bemüht sich trotz aller Abgrenzungsprobleme um einen Überblick über den Kooperationsmarkt für Apotheken in Deutschland, ehe der zweite Teil der Studie den theoretischen Erkenntnissen die Ergebnisse einer Apothekenumfrage entgegenstellt. In einer Stichprobe von mehr als 200 Apothekern aus Baden-Württemberg und Nordrhein wurden diese zu ihrem Kooperationsverhalten und der Zufriedenheit mit der Kooperationsmitgliedschaft befragt. Auf die Antworten der Apotheker wird in Kapitel 5 eingegangen.
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Kooperationen im Apothekenmarkt (2005) Deutsch - , estudio-mercado.es : Portal para reportes de mercado, investigaciones de mercado y analisis de mercado